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7 Min. Lesezeit

Bilder für die Website: Rechte, Format und Ladezeit

Bilder sind der häufigste Grund für langsame Websites und einer der häufigsten Abmahngründe. Beides lässt sich mit wenig Aufwand vermeiden.

Kurz gesagt

Bilder für die Website müssen aus einer rechtlich gesicherten Quelle stammen: eigene Aufnahmen, gekaufte Lizenzen oder ausdrücklich freigegebene Bilder mit beachteter Lizenzbedingung. Technisch sollten sie im Format WebP vorliegen, in mehreren Größen ausgeliefert werden und pro Bild deutlich unter 200 Kilobyte bleiben. Werden Personen erkennbar abgebildet, ist zusätzlich deren Einwilligung nötig.

Woher Bilder rechtssicher kommen

Das größte Risiko ist nicht die Qualität, sondern die Herkunft. Bilder aus der Google-Bildersuche zu übernehmen ist eine Urheberrechtsverletzung und wird regelmäßig abgemahnt – Kosten im vierstelligen Bereich sind keine Seltenheit.

  • Eigene Fotos: rechtlich am sichersten und meist am wirksamsten. Ein echtes Bild vom Betrieb überzeugt mehr als jedes Stockfoto.
  • Bezahlte Bilddatenbanken: klare Lizenz, aber die Bedingungen prüfen – manche verlangen eine Namensnennung, manche verbieten bestimmte Verwendungen.
  • Kostenlose Portale wie Unsplash oder Pexels: nutzbar, aber die Lizenz jeweils prüfen und den Nachweis speichern. Und: Diese Bilder tauchen auf tausenden Seiten auf.
  • KI-erzeugte Bilder: rechtlich meist unproblematisch, wirken aber bei Menschen und Betriebsaufnahmen schnell künstlich.

Wenn Personen zu sehen sind

Sobald Menschen erkennbar abgebildet sind, greift zusätzlich das Recht am eigenen Bild. Das gilt für Mitarbeiter genauso wie für Kunden.

Nötig ist eine Einwilligung, idealerweise schriftlich, mit Angabe des Verwendungszwecks. Bei Mitarbeitern sollte geregelt sein, was nach dem Ausscheiden passiert – sonst muss das Foto auf Verlangen entfernt werden.

Bei Aufnahmen im öffentlichen Raum, auf denen Passanten zu sehen sind, gilt: Sind sie nur Beiwerk, ist es meist unproblematisch. Stehen sie im Mittelpunkt, braucht es eine Einwilligung.

Formate: WebP ist der Standard

JPEG und PNG stammen aus einer Zeit vor mobilen Geräten. WebP liefert bei gleicher sichtbarer Qualität deutlich kleinere Dateien und wird von allen aktuellen Browsern unterstützt.

Die Größenordnung: Ein Foto, das als PNG 2.500 Kilobyte groß ist, liegt als WebP in derselben Auflösung oft bei 200 bis 400 Kilobyte. Bei zehn Bildern pro Seite ist das der Unterschied zwischen einer schnellen und einer zähen Website.

PNG bleibt sinnvoll für Grafiken mit Transparenz, etwa Logos. Für Fotos gibt es kaum noch einen Grund dafür.

Der unterschätzte Punkt: mehrere Größen

Der häufigste Fehler ist, ein einziges großes Bild an alle Geräte auszuliefern. Ein Smartphone lädt dann dieselbe Datei wie ein großer Monitor – und braucht davon nur einen Bruchteil.

Technisch löst man das mit mehreren Dateigrößen, aus denen der Browser die passende wählt. Der Effekt ist erheblich: Auf dieser Website hat die Umstellung die Bilddatenmenge auf dem Handy um rund 70 Prozent gesenkt.

Ein Detail, das oft übersehen wird: Die Größenstufen müssen eng genug liegen. Ein Handy mit 390 Pixel Breite und doppelter Pixeldichte braucht 780 Pixel. Gibt es nur die Stufen 768 und 1200, muss der Browser auf 1200 ausweichen – und lädt für zwölf fehlende Pixel die dreifache Datenmenge.

Bilder und Suchmaschinen

Bilder tragen zur Auffindbarkeit bei, wenn drei Dinge stimmen.

  • Dateiname: sprechend statt kryptisch. "gartenpflege-freising.webp" statt "IMG_4821.webp".
  • Alternativtext: beschreibt, was zu sehen ist. Bei rein dekorativen Bildern bleibt er bewusst leer, damit Screenreader ihn überspringen.
  • Feste Abmessungen im Code: verhindert, dass der Seiteninhalt beim Laden springt – Google bewertet das als Nutzererlebnis.

Wo Bilder gespeichert werden sollten

Kostenlose Bilder-Hoster wirken bequem, sind aber ein Risiko. Sie geben keine Verfügbarkeitszusage, und wenn der Dienst löscht oder ausfällt, ist die Website bilderlos – meist ohne dass es jemandem auffällt.

Ein realer Fall aus der Umstellung dieser Website: Ein Bild von einem Gratis-Hoster war beim Herunterladen unvollständig – der Download brach bei 2,5 Megabyte ab, vollständig waren es 6,8. Solche stillen Fehler bleiben lange unbemerkt.

Bilder gehören deshalb ins eigene Projekt, ausgeliefert über dasselbe Hosting wie die Website. Das ist schneller, sicherer und macht mehrere Größenstufen überhaupt erst möglich.

Häufige Fragen

Darf ich Bilder aus der Google-Bildersuche verwenden?
Nein. Die Bildersuche ist ein Verzeichnis, keine Bildquelle. Die gefundenen Bilder unterliegen dem Urheberrecht ihrer Urheber, und die Verwendung ohne Lizenz wird regelmäßig abgemahnt.
Wie groß darf ein Bild auf der Website sein?
Als Richtwert sollte ein einzelnes Bild im WebP-Format unter 200 Kilobyte liegen, große Hintergrundbilder unter 400. Entscheidend ist die Summe: Alle Bilder einer Seite zusammen sollten ein Megabyte nicht überschreiten.
Brauche ich für Fotos meiner Mitarbeiter eine Einwilligung?
Ja. Sobald Personen erkennbar sind, greift das Recht am eigenen Bild. Die Einwilligung sollte schriftlich vorliegen und den Verwendungszweck nennen. Zusätzlich sollte geregelt sein, was nach dem Ausscheiden aus dem Betrieb gilt.

Unsicher, was für dich passt?

Ich schaue mir deine Ausgangslage an und sage dir, was sinnvoll ist – auch wenn die ehrliche Antwort lautet, dass du keine neue Website brauchst.